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biosax2030-Zukunftskonzept für sächsische Biotech-Branche vorgestellt

biosax2030-Zukunftskonzept für sächsische Biotech-Branche vorgestellt // Sächsische Zukunftskommission für Biowissenschaften und Lebenstechnologien tritt für eine nachhaltige Stärkung und Weiterentwicklung des Standortes ein

Dresden, 29. Oktober 2012 – ((Pressemitteilung der biosaxony e.V.)) - Die Sächsische Zukunftskommission für Biowissenschaften und Lebenstechnologien "biosax2030" hat ein richtungweisendes Zukunftskonzept für die sächsische Biotechnologie vorgestellt.

Mit einer zweiten großen Biotechnologie-Offensive sollen im Freistaat vor allem die Bereiche Gesundheit und Ernährung, High-Tech-Medizintechnik und Bioökonomie gezielt angegangen werden.

„Um die Wirtschaftskraft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit Sachsens als Biotechnologie-Region auszubauen, ist es unerlässlich, in den kommenden 10 Jahren strategisch wichtige Investitionen vorzunehmen“, betont Roland Göhde, Vorstandsvorsitzender des gesamtsächsischen Verbandes der Biotechnologie biosaxony e.V. und Mitglied der sächsischen Zukunftskommission „biosax2030“. Die Kommission ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Experten, Unternehmern, Forschern und Wissenschaftlern, die den Biotechnologie- und Life Sciences-Standort Sachsen nachhaltig voranbringen wollen.

„Mit der ersten, im Jahr 2000 gestarteten Biotechnologie-Offensive ist es der Staatsregierung gelungen, Sachsen als weltweit anerkannte Biotechnologieregion mit exzellenten Rahmenbedingungen und einer führenden Forschungslandschaft zu etablieren“, so Göhde weiter. „Wesentliche Zielstellung des biosax2030-Zukunftskonzeptes ist es nun, diese Ausgangslage für den Freistaat möglichst effizient und langfristig äußerst gewinnbringend nutzbar zu machen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt die Zukunftskommission einerseits eine High-Tech-Transfer Offensive, mit der die marktorientierte Entwicklung und Verwertung des neuen Wissens in Produkten, Systemen und Anwendungen erreicht werden kann, andererseits eine Gründungs- und Wachstumsoffensive für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), durch die ihre Wettbewerbsposition in nationalen und globalen Märkten sichtbar verbessert wird.

Die demografische Entwicklung, die stetig steigende Lebenserwartung in Deutschland sowie die weltweit knappen Energie- und Rohstoffressourcen erfordern neue Ideen, Technologien und Verfahren. In ihrer effektiven Entwicklung und Umsetzung liegen die wirtschaftlichen Chancenpotenziale der Zukunft. „Aus diesem Grunde und auf der Basis unserer Kernkompetenzen haben wir im Zukunftskonzept für die Bereiche Gesundheit und Ernährung, High-Tech-Medizintechnik und Bioökonomie konkrete Umsetzungsstrategien erarbeitet“, erklärt Herbert Weinreich, Gründungsmitglied der Zukunftskommission und Geschäftsführer der biosaxony Management GmbH.

Von den Schwerpunktbereichen ausgehend, wurden von der Kommission sieben Handlungs-
felder definiert und mit Handlungsempfehlungen an die Sächsische Staatsregierung versehen.

So sollen:
- optimierte Innovationsprozesse bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen die Produktentwicklung und Vermarktung beschleunigen
- wettbewerbsstarke Allianzen zwischen Weltmarktführern und KMU Wachstumsprozesse auslösen
- neue Bildungskonzepte die Aus- und Fortbildung von geeigneten Fachleuten fördern,
- Auftrags- und Service-Inkubator-Zentren die marktorientierte Technologieentwicklung koordinieren und absichern
- durch eine Produkt- und Verfahrensspezialisierung der wirtschaftliche Erfolg innerhalb der regenerativen Medizin, der angrenzenden Medizintechnik, der industriellen Biotechnologie, den Biomaterial-Anwendungen und der Bioökonomie geschaffen werden.

Auf der Basis der Handlungsempfehlungen ergeben sich für Sachsen attraktive Wachstums-potenziale. Durch Kombinationen der Fortschritte moderner Biotechnologie mit Funktionen und Produkten alter und neuer Branchen entstehen neue gewinnbringende Produkte.

„Durch gezielte Förderung und durch Vernetzung der sehr gut ausgebauten wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Infrastruktur kann sich der Freistaat als High-Tech-Bio-Engineering-Standort profilieren und die kleinen und mittleren Unternehmen einzigartige Wachstums- und Zuliefererpositionen im globalen Wettbewerb besetzen“, so das Fazit von Herbert Weinreich.

Und Roland Göhde ergänzt: „Um diese Wettbewerbsziele zu erreichen, ist die zweite Biotechnologieoffensive dringend notwendig. Nur durch eine konsequent fortgeführte und künftig deutlich stärkere Unterstützung der Biowissenschaften und Lebenstechnologien durch die sächsische Staatsregierung können die vor uns liegenden Chancenpotenziale ausgeschöpft werden“.

Die sächsische Zukunftskommission ist überzeugt, dass die Investitionen in die Weiterentwicklung und in den Ausbau kundenorientierter Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen in diesen Bereichen bis 2020 für den Freistaat überaus gewinn- und renditebringend sein werden. Die Investitionen haben branchenübergreifende Wertschöpfungseffekte, verstärken die Basis der High-Tech-Arbeitsplätze und erhöhen die Anziehungskraft zur industriellen Ansiedlung von Tochterunternehmen globaler Weltmarktführer.

Sachsen soll durch diese Investitionen in der 1. Liga derjenigen Länder mitspielen, deren Rohstoffe Schlüsseltechnologien, Kreativität, Intelligenz und interkulturelles Koordinationsvermögen sind.

Die Gründung der Sächsischen Zukunftskommission "biosax2030" und die Erarbeitung des nunmehr in Dresden vorgestellten Strategiepapieres ist insbesondere durch den im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst entstandenen und im Januar erschienenen Bericht „Der Biotechnologie-Standort Sachsen – Stand, Entwicklung, Empfehlungen“ von Dr. Gerd Uhlmann angeregt worden. In seinen Ausführungen betont Dr. Uhlmann, langjähriger ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums und Kenner der Bioregion Sachsen, die Dringlichkeit einer klaren Identifikation der Sächsischen Staatsregierung mit dem Bereich Biotechnologie als einer der wenigen verfüg- und nutzbaren großen Schlüssel- und Zukunftstechnologien sowie einer weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen in einer neuen, langfristig angelegten „Biotech-Offensive II“.

Über biosax2030:
Die Sächsische Zukunftskommission für Biowissenschaften und Lebenstechnologien wurde im Februar 2012 gegründet. Ihr gehören führende Experten, Unternehmer, Wissenschaftler und Netzwerker aus Sachsen an: Dr. Wilhelm Zörgiebel, Peter-David Casademont, Roland Göhde, Herbert Weinreich, Hans-Jürgen Große, Prof. Dr. Andrea Robitzki, Prof. Dr. Kai Simons, Prof. Dr. Frank Emmrich und Prof. Dr. Michael Brand. Organisatorisch wird die unabhängige Kommission von der biosaxony Management GmbH unterstützt.

Ziel der Sächsischen Zukunftskommission „biosax2030“ ist es, der Sächsischen Staatsregierung und der Öffentlichkeit entscheidende Impulse für die konsequente Verstärkung der gemeinsamen Bemühungen um einen dynamischer wachsenden und überregional wie auch international wettbewerbsfähigeren Biotechnologie/Life-Sciences-Standort zu geben.

Über biosaxony:
Der sächsische Biotechnologiecluster wird durch den biosaxony e.V. und die biosaxony Management GmbH geführt. Die über 70 Mitglieder setzen sich aus Unternehmen, Forschungsinstituten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Interessenvertretern der Branche zusammen. Die biosaxony Management GmbH konzentriert sich insbesondere auf die wirtschaftlichen Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Ziele des Clusters sind die Initiierung von Projekten zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern, die Vermittlung von Services, Know-how sowie die Nutzung von Synergien für die weitere Entwicklung der Branche und die Darstellung der regionalen Kompetenzen.

Kontakt und weitere Informationen:
biosaxony e.V. , lrike Novy, Tatzberg 47, 01307 Dresden
Tel.: + 49 351 796 5500, Fax: +49 351 796 5610, E-Mail: info@biosaxony.com
 

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