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Deutschlandweit erstes für Patienten zugelassenes PET/MRT-Gerät wurde in Dresden eingeweiht

Deutschlandweit erstes für Patienten zugelassenes PET/MRT-Gerät wurde in Dresden eingeweiht

Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ist seit diesem Jahr das deutschlandweit erste für Patientenuntersuchungen zugelassene PET/MRT-Gerät im Einsatz. Die neuartige Technologie vereint zwei bildgebende Verfahren miteinander. Das neue Dresdner Gerät ermöglicht erstmals kombinierte Untersuchungen des ganzen Körpers, was insbesondere für die Krebsdiagnostik von großer Bedeutung ist. Es wurde im Rahmen eines Pressegespräches am Donnerstag, den 30.Juni 2011, durch den Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, Dr. Henry Hasenpflug, eingeweiht.

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper. Insbesondere in der Tumordiagnostik wird dieses Verfahren in Kombination mit der Computertomographie (CT) seit etwa zehn Jahren sehr erfolgreich klinisch genutzt. Die Methode wird eingesetzt, um die Lage von Tumoren oder Metastasen zu bestimmen und zu untersuchen, wie diese auf eine Therapie ansprechen.

Neue Möglichkeiten eröffnen sich nunmehr aus der technisch sehr anspruchsvollen und bisher in dieser Form nicht möglichen Kombination der PET mit der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT). Denn die MRT ist in der Lage, zusätzliche interessante Informationen zu liefern, die der CT nicht zugänglich sind. Kombinierte PET/MRT-Untersuchungen versprechen daher einzigartige Möglichkeiten für eine präzisere individuelle Tumorcharakterisierung. Das am HZDR betriebene PET/MRT-Gerät wurde von der Firma Philips hergestellt. Es ist das weltweit dritte Gerät seiner Art, das installiert wurde, und in Deutschland einmalig.

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat das Ziel, langfristig ausgerichtete Spitzenforschung auf gesellschaftlich relevanten Gebieten zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
 

  • Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
  • Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
  • Wie nutzt man Ressourcen und Energie effizient und sicher?

Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen werden sechs Großgeräte mit teils einmaligen Experimentiermöglichkeiten eingesetzt, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das HZDR ist seit 1.1.2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Es hat drei Standorte in Dresden, Leipzig und Grenoble und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter –davon 370 Wissenschaftler inklusive 120 Doktoranden.

Pressekontakt
Dr. Christine Bohnet, Presseprecherin
Tel. 0351 260-2450 oder 0160 969 288 56
c.bohnet@hzdr.de
www.hzdr.de

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Bautzner Landstr. 400
01328 Dresden

Quelle: HZDR

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