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EKG-Daten-Übertragung per Knopfdruck aus dem Rettungswagen direkt ins Klinikum St. Georg

Presseinformation der Klinikum St. Georg gGmbH vom 25.07.2011

EKG-Daten-Übertragung per Knopfdruck aus dem Rettungswagen direkt ins Klinikum St. Georg

Neue Software und Medizintechnik bringt mehr Sicherheit für Patienten mit Herzinfarkt und akuten Herzrhythmusstörungen

Leipzig. Eine neue Software im Klinikums St. Georg macht es möglich: Die Direktübertragung von EKG-Befunden von einem externen Einsatzort an die Herzspezialisten des Klinikums St. Georg – ohne Zeitverlust.

Das bedeutet ganz konkret, dass die Rettungsmediziner beim Notarzteinsatz sofort nach Befunderhebung vor Ort das EKG per Mobilfunk ins Krankenhaus senden und eine Absprache mit den dortigen Spezialisten treffen können.

Da die Geräte (Defibrillatoren) klein, leicht und transportabel sind, können diese überall hin - quasi mit ins Wohnzimmer des Patienten - genommen werden. Unklare oder komplizierte Herzrhythmusstörungen kann der vor Ort befindliche Notarzt mit den Internisten oder Kardiologen des Krankenhauses nach Übertragung telefonisch besprechen. Im Falle eines Herzinfarktes und durch die sofortige Übertragung der ermittelten Daten direkt ins Klinikum sind die Ärzte im Herzkatheterlabor über den Zustand des Patienten somit bereits informiert, noch bevor dessen eigentlicher Abtransport ins Krankenhaus erfolgt. Das heißt, alle Vorbereitungen zur möglicherweise erforderlichen Behandlungsübernahme im Herzkatheterlabor können getroffen, das Team zusammengestellt werden. Das kann entscheidend über Leben und Tod sein, denn handelt es sich um einen Myokardinfarkt, müssen die Herzkranzgefäße umgehend geöffnet werden, um das bedrohte Herzmuskelareal zu retten. Das heißt, schnellstes Handeln ist geboten. Jede Minute, die der Herzmuskel nicht durchblutet wird, ist eine Minute zuviel, die Infarktgröße nimmt zu. Es resultiert, auch wenn der Patient überlebt eine Herzschwäche, die die fernere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Die Direktübertragung per E-Mail macht eine Zeitersparnis von ca. 20 bis 30 Minuten aus und erhöht somit die Überlebens- und Heilungschancen ganz erheblich.

Dr. Martin Ludewig, Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am Klinikum St. Georg und seit mehr als 20 Jahren 1x im Monat für 24 Stunden in einem Notarztwagen im Einsatz, weiß um die Bedeutung der neuen mobilen Geräte und der neuen Software im Klinikum: „Man kann diese neue Anschaffung nicht hoch genug schätzen. Die Tatsache, dass wir jetzt praktisch vom Sofa des Betroffenen aus dem Krankenhaus die Daten übermitteln können, ist von enormer Wichtigkeit. Denn in einem solchen Fall zählt jede Minute. Das Herzkatheter-Team wird aktiviert, noch während der Notarzt den Patienten erst versorgt und für den Transport ins Krankenhaus stabilisiert. Das Herzzentrum im Süden Leipzigs arbeitet seit Mai dieses Jahres bereits mit einer derartigen Übertragungstechnik. Deshalb ist es gut, dass jetzt auch für die nördliche Region eine solche Möglichkeiten geschaffen wurde.“

St. Georg Unternehmensgruppe:
Die St. Georg Unternehmensgruppe besteht aus der Klinikum St. Georg gGmbH, fünf Tochtergesellschaften  (einschließlich Fachkrankenhaus Hubertusburg) und dem Eigenbetrieb Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig. Das Klinikum St. Georg gehört nach dem Landeskrankenhausplan zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Gemessen an der Spezialisierung und dem Krankheitsschweregrad reichen die medizinischen Leistungen von der Regel- bis zur Maximalversorgung, wobei etwa 75 % der flächendeckenden Regelversorgung zuzurechnen sind. Mit den verbleibenden 25 % werden spezialisierte und hoch spezialisierte Behandlungsmaßnahmen abgedeckt.

E-Mail: info@sanktgeorg.de 
www.sanktgeorg.de
 

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