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Forschungsbiogasanlage: Forschung im Deutschen BiomasseForschungsZentrum noch näher an der Praxis ermöglichen

Auszug aus der Pressemitteilung des DBFZ vom 22. Juni 2011

Forschungsbiogasanlage: Forschung im Deutschen BiomasseForschungsZentrum noch näher an der Praxis ermöglichen

Am DBFZ wird bis Anfang 2012 eine Forschungsbiogasanlage im technischen Maßstab gebaut. Die Anlage ergänzt das Spektrum der anwendungsorientierten Forschung zur Steigerung der Effizienz der Biogasproduktion am DBFZ.
„Mit der Forschungsbiogasanlage kann der Betrieb einer großtechnischen Anlage realitätsnah abgebildet werden. So soll die immer wieder auftretende Abweichung zwischen den Ergebnissen aus Laborversuchen und dem Betrieb von Praxisanlagen zukünftig verringert werden. Die Untersuchungen werden einen Beitrag zum besseren Verständnis und zur besseren Übertragbarkeit von Ergebnissen in beide Richtungen leisten“, freuen sich der wissenschaftliche Geschäftsführer Prof. Frank Scholwin und der administrative Geschäftsführer Daniel Mayer.

Die Konzeption sieht zwei unabhängige Anlagenstränge mit identischer Kapazität vor, die prinzipiell ein- und zweistufig, mit optionaler Hydrolyse, betrieben werden können. Der erste Anlagenstrang wird als Nassfermentation mit einem Hauptfermenter in Form eines stehenden Rührkessels mit Zentralrührwerk ausgeführt. Der zweite Anlagenstrang kann wahlweise mit einem baugleichen Hauptfermenter oder einem Pfropfenstromfermenter betrieben werden. Ein Nachgärer mit Gasspeicherhaube sammelt die Gärreste aus beiden Strängen und leitet diese an das Gärrestlager weiter. Die Verwertung des Biogases erfolgt über ein Blockheizkraftwerk, überschüssige Strom- und Wärmemengen können in das Netz des DBFZ abgegeben werden. Für die Substratversorgung können in geringen Mengen eigene Silagen auf dem Gelände der Anlage eingelagert werden.

Besonderes Augenmerk wurde auf eine flexible Konfiguration der Anlage gelegt, erreicht wird dies durch ein komplexes Rohrleitungsnetz, welches beliebige Fermenterkombinationen zulässt. Zur exakten Bestimmung der Gasproduktionsmengen werden die Fermenter mit festen Behälterdächern ausgestattet, Entnahmestellen am Rohrleitungssystem und an der Gaserfassung ermöglichen die Probenahme und den Einbau von Messgeräten.

Quelle: DBFZ

Die vollständige Pressemitteilung mit weiteren Informationen können Sie hier abrufen (pdf).

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