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Leipziger Wissenschaftlern gelingt wichtiger Schritt zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz

Auszug aus der Pressemeldung der Universität Leipzig, Nummer: 2011/167 vom 14.06.2011

Leipziger Wissenschaftlern gelingt wichtiger Schritt zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz

Leipziger Wissenschaftlern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz gelungen. Gemeinsam mit Forschern in den USA, Australien und der Schweiz haben sie in einer Multicenter-Studie erfolgreich ein Mittel getestet, das es ermöglicht, die Krankheit noch vor dem Ausbruch zu diagnostizieren. Mit der schwach radioaktiven Marker-Substanz Florbetaben, die in den Arm gespritzt wird und sich dann im Gehirn anreichert, kann das Eiweiß Beta-Amyloid mittels eines Positronen-Emissions-Tomografen (PET) nachgewiesen werden. Beta-Amyloid gilt als Auslöser der Alzheimer-Demenz.

"Die Erkenntnisse der Studie bedeuten eine gravierende Verbesserung bei der Alzheimer-Diagnostik", sagt Professor Dr. Osama Sabri, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig und Leiter der klinischen Prüfung. Die Leipziger Universitätsmedizin war bei dieser von der Bayer Schering Pharma in Auftrag gegebenen Studie das führende Zentrum, das an der Planung der Untersuchung beteiligt war und deren Durchführung mit betreut hat. "Es macht uns sehr stolz, dass nicht München, Berlin, Stanford oder Yale diese Studie bekommen haben, sondern wir. Das ist auch für die Medizinische Fakultät ein riesiger Erfolg", so der Mediziner, der die Leitung der gesamten Studie innehatte und bei der Veröffentlichung als Seniorautor fungierte. Ihre Ergebnisse hat die Forschungsgruppe um Professor Sabri in der Mai-Ausgabe der renommierten Zeitschrift "Lancet Neurology" veröffentlicht, der weltweit wichtigsten Zeitschrift im Bereich der klinischen Hirnforschung.

Zehn bis 15 Jahre bevor die Alzheimer-Erkrankung ausbricht, lagert sich Beta-Amyloid im Hirn an und lässt sich zu diesem Zeitpunkt bereits nachweisen. Das Eiweiß, so die Annahme der Mediziner, ist giftig für die Nervenzellen im Gehirn und führt dazu, dass diese absterben. Mit dem neuen so genannten PET-Tracer könnte die Krankheit in Zukunft bereits diagnostiziert werden, bevor Symptome auftreten. "Das wäre eine wirkliche Revolution in der Alzheimer-Diagnostik", sagt Privatdozent Dr. Henryk Barthel von der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin an der Universität Leipzig, Erstautor der Veröffentlichung.

Quelle: Universität Leipzig

Die vollständige Pressemeldung mit weiteren Informationen können Sie hier abrufen.

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