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Richtlinien zur Förderung von Basistechnologien für eine nächste Generation biotechnologischer Verfahren

Auszug aus der Bekanntmachung des BMBF
06.07.2011 - 31.12.2013

Richtlinien zur Förderung von Basistechnologien für eine nächste Generation biotechnologischer Verfahren

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Jahr 2010 den Strategieprozess "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Biotechnologie 2020+" gestartet. Der Strategieprozess soll dabei helfen, das in der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" der Bundesregierung festgehaltene Ziel, nachwachsende Rohstoffe mit biotechnologischen Verfahren verstärkt industriell in verschiedensten Wirtschaftszweigen und Anwendungsfeldern zu nutzen, langfristig zu erreichen.

Ziel der Förderung ist nicht die schrittweise Weiterentwicklung bekannter biotechnologischer Produktionsverfahren, sondern die Entwicklung der Grundlagen für neuartige, heute noch nicht realisierbare Verfahren. Dafür sind explorative, originelle und risikoreiche Forschungsansätze erforderlich. Die Förderung soll einen Anreiz geben, vorhandene Forschungskompetenzen auf die Themen und Ziele des Strategieprozess "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Biotechnologie 2020+" auszurichten.

Ziel sind Sprunginnovationen, die über die heute etablierten fermentativen oder bio-katalytischen Verfahren weit hinausgehen und noch einen deutlichen Bedarf an Vorlaufforschung haben. Im Verlaufe des Strategieprozess "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Biotechnologie 2020+" sind weitere Fördermaßnahmen vorgesehen, mit denen die Forschungsergebnisse aufgegriffen und in Richtung konkreter Verfahren und Produkte weiterentwickelt werden sollen. Deutschland soll dadurch eine international führende Rolle bei der Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren einnehmen und seine starke Position als biotechnologischer Produktionsstandort festigen.

Gefördert werden grundlagenorientierte Forschungsarbeiten an Basistechnologien für eine nächste Generation biotechnologischer Verfahren. Relevante Forschungsfelder und technologische Meilensteine wurden im Strategieprozess "Nächste Generation biotechnologischer Verfahren - Biotechnologie 2020+" herausgearbeitet. Besonders förderwürdig sind Forschungsansätze mit explorativem Charakter, die im Erfolgsfall neuartige Produktionsverfahren ermöglichen könnten. Die Förderung konkurrierender bzw. alternativer technischer Ansätze ist möglich und beabsichtigt. Die Forschungsansätze sollten Herangehensweisen aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten (u.a. Biologie, Chemie, Ingenieurwissenschaften) integrieren.

Es können sowohl Verbundvorhaben (gemeinsames Projekt mehrerer Zuwendungsempfänger) als auch Einzelvorhaben (nur ein Zuwendungsempfänger) gefördert werden. Antragsteller können ein für sie passendes Förderformat wählen:

a. Einzelprojekte
b. Kooperationsprojekte
c. Nachwuchsgruppen
d. Forschertandems
e. Strukturell wirksame Forschungsvorhaben

Antragsberechtigt sind Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben. Die Einbeziehung von Technologiezulieferern durch die Vergabe entsprechender Unteraufträge ist in gewissem Umfang (bis 25% des Projektvolumens) möglich. Darüber hinaus können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - sowohl kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) als auch Großunternehmen - als eigenständige Partner in Kooperationsprojekten einbezogen werden.

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.
Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft - FhG - die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100% gefördert werden können.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel - je nach Anwendungsnähe des Vorhabens - bis zu 50% anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung - grundsätzlich mindestens 50% der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten - vorausgesetzt. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erlaubt die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGFVO) ggf. höhere Förderquoten.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF seinen Projektträger Jülich - Geschäftsbereich Biotechnologie beauftragt. http://www.fz-juelich.de/ptj

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens zum 31. Oktober 2011 Projektskizzen in deutscher Sprache vorzulegen. Für die strukturellen Vorhaben gilt abweichend eine Frist bis zum 31.12.2013.

Quelle: BMBF

Die vollständige Bekanntmachung mit weiteren Zuwendungsvoraussetzungen können Sie hier abrufen.

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