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Universität Leipzig bündelt ihre Forschungsstärken

Die Universität Leipzig schärft ihr Forschungsprofil: In der vergangenen Woche votierte der Akademische Senat der zweitältesten Universität Deutschlands für die Fokussierung auf neun Profilbereiche, die in etwa zu gleichen Teilen die Lebenswissenschaften, die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Naturwissenschaften einbinden.

Vorausgegangen war ein rund einjähriger Prozess, in dem u.a. zwei externe Experten-Kommissionen Vorschläge von Forschergruppen begutachtet hatten. "Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht", freut sich Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking. Mit den neuen Profilbereichen bekomme die Universität Leipzig den nötigen Schub, um bei kommenden Wettbewerben um große Forschungsprojekte bestehen zu können.

In den Profilbereichen vertreten sind beispielsweise Regional- und Sprachwissenschaften, die Forschungsfelder Biodiversität und Stoffwechselkrankheiten, die molekulare und zelluläre Kommunikation sowie Mathematische und Material-Wissenschaften.
"Das Ziel ist klar: Wir wollen durch drittmittelgeförderte und wettbewerbsstarke Verbundforschung die Forschungsstärke der Universität in besonderer Weise weiterentwickeln. Wir haben dafür nun wissenschaftliche Wachstumskerne identifiziert, um die sich Exzellenz aus der Uni und von unseren außeruniversitären Forschungspartnern versammelt", sagt Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung.

Dafür habe man im Dezember 2012 den Prozess der Neujustierung angestoßen und in zwei Phasen gegliedert. "Zunächst ging es um eine Ideenentwicklung innerhalb der Uni, von unten nach oben. Jeder, der wollte, konnte sich einbringen." Dann haben anerkannte Experten unter der Leitung von Wilhelm Krull, dem Generalsekretär der Volkswagenstiftung, die eingegangenen Vorschläge evaluiert. Für den Bereich der Medizin und der Lebenswissenschaften gab es noch eine gesonderte Begutachtung unter der Federführung des renommierten Pharmakologen Martin Lohse von der Universität Würzburg.

"Sehr erfreulich finde ich, dass es uns gelungen ist, das im Verbund mit den Universitäten in Halle und Jena gemeinsam betriebene Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung auf eine sehr plausible Weise in unser Profil einzubauen. Das ist ein Schwergewicht, das auch stimulierend auf die facettenreiche Nachhaltigkeitsforschung an unserer Universität wirkt", betont Prorektor Schwarz. Er erklärt zudem, dass sich einer der neun Profilbereiche noch im Aufbau befinde. "Dabei geht es um die digitalen Geisteswissenschaften. Hier haben wir gute Chancen, wirklich Großes zu leisten. Eine entsprechende Humboldt-Professur haben wir 2012 eingeworben, sie bildet den Kern dieses Bereichs."
Das Forschungsprofil der Universität Leipzig umfasst nun folgende neun Profilbereiche (Arbeitstitel):
 

  • Globale Verbindungen und Vergleiche
  • Riskante Ordnungen
  • Sprache und Digitalisierung
  • Mensch und Gehirn
  • Molekulare und zelluläre Kommunikation in Therapie und Diagnostik
  • Zivilisationserkrankungen
  • Komplexe Materie
  • Mathematische Wissenschaften
  • Nachhaltige Systeme und Biodiversität


Ergänzende Informationen zu den Profilbereichen:
Web: www.uni-leipzig.de/forschungsprofil

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