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Herzzentrum Leipzig GmbH - Neues 3D-Echokardiographiesystem

Herzzentrum Leipzig GmbH - Neues 3D-Echokardiographiesystem

PRESSEINFORMATION

Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik

Neues 3D-Echokardiographiesystem zum Monitoring bei interventionellem Vorhofseptumdefekt-Verschluss

Leipzig, 16. September 2008
Am 5. August 2008 wurde in der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie am Herzzentrum Leipzig erstmals Vorhofseptumdefekte unter echokardiographischem Monitoring mit einer neuen 3D-TEE-Sonde interventionell verschlossen. Die TEE-Sonde der Firma Philips ermöglicht es dem Kardiologen nunmehr, in Echtzeit die Substanzdefekte am Vorhofseptum in ihrer dreidemensionalen Gestalt zu erfassen und auszumessen sowie die regelrechte Entfaltung und Positionierung der Okkludersysteme zu kontrollieren.

Das interdisziplinäre Team aus Kardiologen und Kinderkardiologen unter Leitung von Herrn PD Dr. Stefan Gielen, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie und Herrn PD Dr. Ingo Dähnert, Leitender Oberarzt der Klinik für Kinderkardiologie, setzte bei einer 66-jährigen Patientin mit großem Vorhofseptumdefekt einen 24 mm Occlutech-Okkluder ein. Der komplikationslose Eingriff wurde unter einer Propofol-Kurznarkose durchgeführt. Bei einer zweiten Patientin wurde zur Sekundärprophylaxe eines Schlaganfalls ein offenes Foramen ovale mit einem Solysafe-Okkluder verschlossen. Beide Patientinnen konnten bereits am Folgetag entlassen werden.

Dass diese Methode auch für ältere Kinder ab einem Gewicht von etwa 30 kg geeignet ist, konnte ebenfalls bewiesen werden. Bei einem 12 jährigen Mädchen wurde mit Hilfe der dreidimensionalen Echokardiographie ganz ohne Röntgenstrahlung ein 20 mm großer Vorhofseptumdefekt mit einem Amplatzer-Okkluder verschlossen. An einer 3D-TEE-Sonde für jüngere Kinder wird derzeit gearbeitet.

Beim Vorhofseptumdefekt-Verschluss wird ein Okkluder aus Nitinol-Drahtgeflecht mit zwei Scheiben oder Schirmchen über eine Schleuse von der rechten Leiste aus transvenös in den linken Vorhof vorgebracht. Dort wird zunächst der linksatriale Schirm entfaltet, das System gegen das Vorhofseptum gezogen und danach der rechtsatriale Schirm geöffnet. Die gesamte Prozedur dauert ca. 30 min. Durch die dreidimensionale Bilderfassung in Echtzeit ist es erstmals möglich, den für die Verankerung wichtigen Rand des Vorhofseptumdefektes besser zu beurteilen und die Durchleuchtungszeit während des Implantationsprozesses zu reduzieren.

Zukünftiges Ziel ist es, so die beteiligten Ärzte, „die Therapie von Patienten mit Vorhofseptumdefekt weiter zu verbessern und dabei die eingesetzten Verfahren noch patientenschonender zu gestalten.

Bildmaterial zur Thematik ist auf Nachfrage erhältlich.

Kontakt
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Kontakt: Dr. Iris Minde
Geschäftsführung
Strümpellstr. 39
04289 Leipzig
Tel. 0341 865-0
 

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